Fragen zum Angebot!

Gemäß Vereinssatzung helfen wir Menschen, die sich durch fehlende Mobilität in einer existenziellen Notlage befinden. Das wollen wir nachfolgend gern näher ausführen.

Da wäre zunächst das riesige Themenfeld „Ausbildung und Arbeit“ bzw. „Arbeitslosigkeit“ zu nennen. Da heute von immer mehr Firmen absolute Flexibilität gefordert wird, zeitlich wie örtlich, geraten ausgerechnet die Menschen ins Abseits, die sich kein Auto leisten und demzufolge auch keinen Job annehmen können, der möglicherweise weiter entfernt ist. Oder wo man mit Bus und Bahn nicht hinkommt. Oder wo zwar ein Bus fährt, aber nur alle 120 Minuten. An dieser Stelle beginnt für viel zu viele Menschen ein Teufelskreis, der symptomatisch für viele Bedarfsanfragen ist, die uns täglich erreichen: Man hat keinen Job, weil man kein Auto hat und weil man kein Auto hat, hat man keinen Job! Diesen Teufelskreis an der Wurzel anzupacken und nicht nur die Symptome zu behandeln – das ist das Ziel, das wir uns bei Vereinsgründung im November 2017 auf die Fahnen geschrieben haben.

Damit direkt verbunden ist das nächste Problem: Wer ohne Arbeit ist (oder für längere Zeit ohne Arbeit war), dem geht es finanziell nicht mehr so gut, hat vielleicht sogar negative Einträge in der Schufa oder steckt in der Privatinsolvenz. Damit ist der Weg zum Autokredit oder zu einem günstigen Leasing versperrt. Wenn man überhaupt eine Versicherung bekommt. Denn auch von diesen Unternehmen wird immer häufiger eine Bonitätsprüfung veranlasst. Eine Sackgasse, in der viele Menschen verzweifeln, nachdem sie sich sämtliche Haare ausgerauft haben und die Mäuse gemolken sind. Was ist die Lösung?

Sie gehen einfach zum Arbeitsamt oder Jobcenter und beantragen einen Autokredit! Wirklich? So einfach? Wenn Sie sehr viel Glück haben, dann vielleicht! Aber wie viele Formulare müssen Sie dafür ausfüllen und wie ewig lange dauert die Prüfung? Nur um am Ende des Tages doch eine Absage zu bekommen, weil Sie ja auch „theoretisch“ zwei Stunden mit Bus und Bahn fahren könnten? Und wenn Sie die 2.000 Euro vom Arbeitsamt verbrennen, weil sie auf eine „Blenderkarre“ hereingefallen sind? Dann haben Sie nicht nur kein Auto, sondern obendrein noch 2.000 Euro Schulden beim Staat.

Ein professionell durchgeprüftes Auto mit frischem TÜV, guten Reifen, funktionierenden Bremsen, das Sie jeden Tag zuverlässig von A nach B bringt, ohne dass irgendwelche Warnleuchten im Armaturenbrett anspringen – ja das wäre was! Kann auch älter sein, muss halt nur funktionieren. Und am allerbesten erst einmal für ein halbes Jahr leihen und dann in kleinen Raten abkaufen, ohne diesen dusseligen Quatsch mit Schufa, schlechter Bonität und Insolvenz. Das wäre genial, oder? Dann wäre das Problemthema „fehlende Mobilität“ endlich vom Tisch und man könnte wieder durchstarten, richtig?

Sehen Sie: Genau das bieten wir Ihnen bei car4twenty e.V. an!

Als Mitglied in unserem Verein können Sie ein halbes Jahr ein technisch vollständig durchgeprüftes Auto kostenfrei von uns leihen. Sie müssen nur tanken und ab und zu nach Öl und Reifendruck schauen. Inspektionen und eventuelle Reparaturen übernehmen wir. Gern können Sie sich freiwillig an den Kosten für Versicherung und Kfz-Steuer beteiligen, ist aber kein Muss. Nach dem halben Jahr können Sie entscheiden, ob Sie das geliehene Auto behalten wollen und in kleinen Raten bei uns abkaufen oder an uns zurückgeben, sodass wir der nächsten Person/Familie in einer Notlage helfen können.

Unser zweites Angebot ist eine sogenannte „Mikrofinanzierung“.

In dem Fall überspringen Sie die 6-monatige Leihzeit und fangen direkt mit der Ratenzahlung an. Bei diesem zweiten Modell schließen Sie einen Kaufvertrag mit Zahlplan über ein oder zwei Jahre mit uns ab. Sie lassen das Auto direkt auf sich zu und stottern das Auto monatlich mit 50, 100 oder 150 Euro bei uns ab. In dem Fall bekommen Sie von uns den „Kredit“ (oder besser den „Vertrauensvorschuss“), der Ihnen bisher von allen Seiten verweigert wurde. Auch bei diesem Modell bekommen Sie selbstverständlich ein komplett durchgeprüftes Auto von uns.

Und das funktioniert? Ja, das funktioniert bestens – das beweisen wir jeden Tag. 

Ach so, nur aus Gründen der Vollständigkeit: Wer krank ist und ohne eigene Mobilität nicht gut oder gar nicht zu seinen Ärzten kommt, in Bus und Bahn als Risikopatient gilt, der kann natürlich auch nicht gesund werden. Im Prinzip entsteht auch hier der gleiche Teufelskreis. Schlimmstenfalls hockt man nur noch in der eigenen Wohnung, schottet sich komplett ab und wird noch kränker. Muss nicht sein, sagen wir bei car4twenty e.V.

Anfragen von Menschen in Mobilitätsnöten erreichen uns im Regelfall über WhatsApp, E-Mail-Zuschriften, Briefe oder über den Messenger auf unserer Fanpage bei Facebook. Wir bemühen uns immer darum, alle Anfragen innerhalb von maximal 48 Stunden zu beantworten, aber da wir weder „Fälle“ noch „Aktenzeichen“ bearbeiten, sondern Menschen helfen wollen, möchten wir diese Menschen auch gern kennenlernen. Aus diesem Grund lautet unsere Antwort auf alle schriftlichen Nachrichten, Kommentare und Posts immer gleich: „Bitte anrufen und mit uns telefonieren!“

Nur so bekommen wir ein Gefühl für Ihre aktuelle Situation, können alle offenen Fragen beantworten und haben eventuell schon eine Idee, wie wir Ihnen als Verein helfen können. Wer nicht mit uns telefonieren möchte oder kann, dem können wir leider nicht helfen.

Wenn wir aus dem Telefonat heraus erkennen, dass wir gut zusammenpassen und eine Autohilfe durch uns zu einer positiven Veränderung in Ihrem Leben führt, dann bitten wir am Ende des Gespräches höflich um ein Bewerbungsvideo, das man gern mit seinem Handy aufnehmen und uns per What’s App an 01523 – 179 0 649 schicken kann. Ja, wir wissen, dass so ein Video nicht jedermanns Sache ist und auch viel Mut und Courage braucht. Das hat auch ein bisschen damit zu tun, dass man seine Komfortzone einmal für kurze Zeit verlässt, damit die Magie dann auch wirklich passieren kann.

Das Bewerbungsvideo hat folgenden Grund: Über Zusagen entscheiden wir immer als Team im Rahmen unserer Zoomkonferenzen alle 14 Tage. Dadurch stellen wir auch für unsere Mitglieder, Unterstützer und Sponsoren sicher, dass unsere Zusagen auf möglichst vielen Meinungen beruhen, jeder im Team gehört wurde und seine Eindrücke kommunizieren konnte. Abgesehen davon sind wir deutschlandweit verteilt. Maximilian wohnt in München, Julio lebt in Mannheim, Jan studiert zurzeit in Ingolstadt, Rayan ist in Mainz und Joachim kommt aus Marburg – wie könnten Hajo oder Ute ihre ersten Eindrücke aus dem ersten Telefonat besser herüber bringen, als durch ein kurzes Video von Ihnen?

Und nein, das Video muss keine perfekte Studioaufnahme mit epischer Musikuntermalung sein. Drücken Sie einfach auf den Aufnahmeknopf und erzählen Sie uns, wer Sie sind, woher Sie kommen, wie alt Sie sind, vielleicht auch, warum Sie aktuell kein Auto (mehr) haben, welche positiven Perspektiven sich mit einem Auto für Sie ergeben würden (neuer Job, unkomplizierte Arzttermine, Gesundheit, Kinder sicher zur Schule etc.), was das für ein Auto sein müsste (Kleinwagen, Kombi oder Familienvan) und ob Sie sich eher für eine kostenfreie Leihe oder eine Mikrofinanzierung interessieren.

Tun Sie uns den Gefallen und seien Sie in Ihrem Video bitte ehrlich (weil wir es auch sind). Dramatisieren Sie Ihre Situation nicht unnötig, lassen Sie aber auch keine wichtige Information weg. Und nein, es ist nicht schlimm, wenn Ihnen ein paar Tränen die Wangen herunterkullern, während Sie von Ihrer Situation erzählen. Das ist nur menschlich.

Mit Ihrem Video gehen wir dann in die nächste Teamkonferenz und entscheiden noch am gleichen Tag. Bestenfalls bekommen Sie eine Zusage von uns. Ihr Video löschen wir nach der Konferenz.

Das ist sehr stark davon abhängig, welche Autos aktuell „vorrätig“ sind, welche neuen Autos wir gespendet bekommen und wie viele Bedarfsanfragen vor Ihnen noch abgearbeitet werden müssen. Unsere Erfahrungen aus den bisherigen Mobilitätsprojekten hat gezeigt, dass man von 8 bis 12 Wochen „Lieferzeit“ ausgehen sollte.

Wir arbeiten im Moment daran, diese Zeit zukünftig zu verkürzen, da wir wissen, dass jedes Bewerbungsvideo „brennt“ und man lieber heute als morgen aus seiner Situation entfliehen möchte.

Und nein, es hilft nicht, wenn Sie häufiger nachfragen oder unnötig psychischen Druck aufbauen. Wenn Sie eine klare Zusage von uns bekommen, dann bekommen Sie das Auto so schnell, wie uns das möglich ist.

Rein formal sind wir seitens des Finanzamtes gehalten, Ihre Bedürftigkeit nachzuweisen. Das kann in der Regel ein ALG-Bescheid, ein Wohngeldzuschuss, ein Rentenbescheid oder sonstiges behördliches Schreiben sein, dass Ihnen bescheinigt, dass bei Ihnen das Geld knapp ist. Wir finden das gut, weil so natürlich sichergestellt ist, dass sich niemand mit unserer Hilfe das dritte Auto in die Garage stellt und andere, die wirklich Hilfe nötig hätten, benachteiligt werden.

Es gibt leider Menschen, die erleben unsere Vereinsinitiative als ein Recht; als etwas, worauf sie einen unbedingten Anspruch haben. Kommt es dann zu einer Absage, dann drehen diese Menschen am Rad, zerstören kamikazeartig alles um sich herum und sind sich oftmals gar nicht bewusst, was für einen gigantischen Imageschaden sie bei der Organisation anrichten, die eigentlich helfen wollte. 

Um es klar zu sagen: Wir sind keine Behörde, die nach Paragraf XYZ ein Auto vergibt, sofern ein korrekt ausgefüllter Antrag vorliegt. Wir sind ein privater Verein, finanziert aus privaten Spendengeldern und ganz viel Herzblut, Engagement und riesigen Zeiteinsätzen seitens des Gründungsteams und deshalb behalten wir uns die freiwillige Entscheidung vor, mit wem wir wann in welcher Form zusammenarbeiten.

Die zweite Voraussetzung ist eine positive Perspektive. Wir arbeiten ungern mit Menschen zusammen, die es sich in ihrer Arbeitslosigkeit bequem gemacht oder die sich schlimmstenfalls mit der bestehenden Situation abgefunden haben. Wir arbeiten jedoch umso lieber mit Menschen, die wieder richtig durchstarten wollen, die kleine Kämpfer und Stehaufmännchen sind und von uns mit einem Auto lediglich ein wenig „Wind unter die Flügel“ im Sinne einer Starthilfe brauchen. Ja, es ist „nur ein Auto“, doch unsere Erfahrungen zeigen deutlich, dass damit ganz viele weitere Dominosteine positiv in die richtige Richtung fallen. Und dann plötzlich alles einfach und endlich wieder gut wird.  

Dritte Voraussetzung ist das bereits angesprochene Bewerbungsvideo und viertens und letztens freuen wir uns, Sie als reguläres Mitglied im Kreise der wachsenden c4t-Gemeinschaft begrüßen zu können.  

Denn car4twenty hat inzwischen die Größe eines kleinen mittelständischen Unternehmens erreicht und wir können uns eine kostenfreie Leihe oder eine Mikrofinanzierung über 24 Monate ohne jegliches Engagement von Ihrer Seite nicht mehr leisten. Die 20 Euro im Monat sollte eigentlich jeder übrig haben und es einem auch wert sein.

Dabei sind die größten effektiven Ausgabenposten im Bereich Anmeldung und Zulassung, Versicherung und Steuer, Reparaturen und TÜV-Gebühren und nicht zuletzt in der Logistik zu suchen. Ein Auto auf uns anzumelden kostet knappe 80 Euro. Dieses Auto zu versichern, kostet inklusive der jährlichen Kfz- Steuer zwischen 55 bis 75 Euro pro Monat. Für einen neuen TÜV sind inzwischen klar über 100 Euro zu blechen. Ein Satz neuer Reifen für ein älteres Auto? Locker 200 bis 250 Euro! Achsvermessung? 90 Euro! Klimaservice? 100 Euro! Inspektion inklusiver aller Flüssigkeiten und Filter! Kann je nach Modell schon mal bis zu 300 Euro kosten.

Und jetzt multiplizieren Sie das mit dem Faktor 20, dann haben Sie den ungefähren Kostenblock, den wir für die 10 aktuellen Leihfahrzeuge und die weiteren 12 Fahrzeuge in der Mikrofinanzierung jeden Monat zuverlässig abdecken müssen. Darin noch nicht erhalten: Kraftstoff für Logistikfahrten, Webseitenpflege und Buchhaltung, Marketing und Flyerdruck, die eingesetzte Zeit des gesamten Teams, Miete für Stellplätze, Ersatzteile und Batterien und ganz am Schluss, irgendwann mal vielleicht, eine Ehrenamtpauschale für den Vorstandsvorsitzenden, der inzwischen hauptberuflich für car4twenty arbeitet.

Wenn wir diese Frage nun uneingeschränkt mit „Ja“ beantworten, ahnen wir schon, dass wir demnächst ganz viele Anfragen aus Flensburg oder Kiel, Dresden oder Zwickau oder gar Garmisch-Patenkirchen bekommen. Aber Spaß beiseite!

Grundsätzlich ist es ja so, dass sich niemand den Ort seiner Notlage freiwillig aussucht. Wenn man in Regensburg wohnt, 650 Kilometer von uns entfernt, und dort arbeitslos oder krank wird, dann sollte die große Entfernung zu uns eigentlich keine Rolle spielen.

Aber – und da sind wir besser ehrlich – sind die damit verbundenen Logistikkosten extrem hoch (ein Tag Hinfahrt mit dem Hänger, ein zweiter Fahrer, plus eine Übernachtung, plus Rückfahrt) und wenn an dem Auto mal etwas zu reparieren ist, dann sind das nicht mal kurze 2 Stunden Autofahrt zum „Objekt“, sondern dann sind zwei Tage komplett weg. Deshalb disponieren wir weitere Entfernungen grundsätzlich mit relativ jungen Autos und wenigen Kilometern. Und die sind leider rar und sehr begehrt.

Andererseits ist alles bis 200 Kilometer um uns herum kein Problem. Damit decken wir das gesamte Ruhrgebiet bis hoch nach Münster und Bielefeld ab, kratzen in Hagen, Lüdenscheid und Gießen/Wetzlar knapp am Sauerland vorbei, nehmen noch Frankfurt, Mainz und Wiesbaden mit und kreisen weiter über Trier, Bitburg, Köln/Bonn zurück nach Aachen. Wir denken, dass es innerhalb dieses „Aktionsfeldes“ genug Arbeit für die nächsten Jahre gibt.

Nichtsdestotrotz bauen wir seit März 2021 eine feste Niederlassung in Berlin auf und können über diese den gesamten ostdeutschen Raum bis hinunter nach Dresden betreuen. Wenn Sie sich nicht sicher sind, ob Sie örtlich gesehen in Frage kommen, dann rufen Sie einfach an.

Sie haben beide Optionen: Sie können das zugesagte Auto entweder bei uns in Baesweiler abholen oder wir bringen Ihnen das Auto nach Frankfurt, Duisburg, Münster oder Bitburg. Denn ganz ehrlich: Es ist vermutlich einfacher, wenn wir das Auto auf den Hänger laden, als wenn Sie ein überteuertes Bus- oder Bahnticket kaufen.

Können wir gut verstehen und ist für uns auch immer nachvollziehbar!

Aber schauen Sie: Jeder Mensch, der einigermaßen erwachsen ist und den Kopf gerade auf seinen Schultern trägt, der hat ja verstanden, dass das Leben nicht immer eine Einbahnstraße ist und auch nicht immer glatt verläuft. Sehr oft und das meist im unpassendsten Augenblick wird man extrem zurückgeworfen und verliert manchmal sogar alles, was man sich jahrelang aufgebaut und wofür man sich abgerackert hat. Leider gibt es kein Schulfach „Schicksalsschläge“ und wir lernen als Kinder nicht, wie man mit solchen Situationen gut und sinnvoll umgehen kann. Woher sollten wir es dann als Erwachsene wissen!?

Grundsätzlich ist es so, dass bei einem Schicksalsschlag nicht alle Lebensbereiche gleichzeitig betroffen sind. Da verliert man vielleicht als Mann seinen Job und fühlt sich ganz mies dabei, aber dafür ist man immer noch gesund und ein toller Dad und liebevoller Ehemann. Da hat man sich vielleicht als Paar auseinandergelebt und die einst große Liebe ist erloschen und man verlässt den gemeinsamen Haushalt, weil es einen sonst zerreißt, verliert dabei viele gemeinsame Freunde und auch Material, aber dafür ist jetzt plötzlich der neue Job möglich. Man wird vielleicht unheilbar krank und ist zukünftig von Medikamenten abhängig, dafür hat man aber plötzlich unheimlich viel Zeit, das Buch zu schreiben, das schon immer in einem geschlummert hat. Ein ärgerliches Scheitern in einem bestimmten Bereich heißt nur, dass der bisherige Weg nicht zum Ziel geführt hat. Ein anderer Weg aber könnte das durchaus schaffen. Wenn eine Tür hinter uns für immer ins Schloss fällt, dann ergeben sich immer wieder große Universen vor uns. Und die Punkte werden am Schluss gezählt, nicht mittendrin.

Lesen Sie gern mal in der Sektion „Über uns“, was wir als Verein total anders machen. Spätestens dann dürfte klar sein, dass man uns alles anvertrauen darf. Dass wir Menschen, die auf uns zukommen, immer offen und ehrlich begegnen, dass wir Menschen auch ehrlich mögen und dass wir keinen einzigen Schicksalsschlag, so schlimm oder beschämend er vielleicht in Ihren Augen auch sein mag, irgendwie bewerten. An anderer Stelle auf dieser Webseite schreiben wir, dass wir etwas reaktivieren wollen, was noch vor 30 Jahren normal und an der Tagesordnung war: Wer Hilfe braucht, kriegt Hilfe!

Mehr ist dazu eigentlich nicht zu sagen.

Gerade dann sollten Sie sich bei uns bewerben!

Schulden hat man ja in der Regel, weil man arbeitslos oder krank wurde und die Privatinsolvenz ist meist das Ergebnis von zu vielen Schulden über zu viele Jahre. Da an den monatlichen Ausgaben meist nicht viel zu reduzieren ist, bleibt einem nur, die Einnahmenseite zu verbessern. Wofür man vermutlich ein Auto bräuchte. Und schwupp, schon sind Sie bei uns richtig!

Mit „Bonität“ ist per Definition Ihr Wille bzw. Ihre Fähigkeit gemeint, aufgenommene Schulden auch zurückzuzahlen zu können bzw. zu wollen. Wie sollten wir das erstens zuverlässig prüfen können und zweitens, wäre das nicht direkt ein Misstrauensvotum Ihnen gegenüber? Wie vertrauensvoll könnte dann unsere Beziehung zu Ihnen sein, wenn wir Ihnen direkt unterstellen würden, dass Sie nicht zahlen können oder nicht zahlen wollen!?

Im Rahmen einer Mikrofinanzierung bleibt das Auto bis zur Zahlung der letzten Rate unser Eigentum. Danach bekommen Sie den Brief und den zweiten Schlüssel. Wenn Sie nicht zahlen können oder zahlen wollen, setzen wir eine Frist und läuft diese erfolglos ab, holen wir das Auto ab.

Wenn wir also vorliegend kein Risiko haben (da das Auto bis zur vollständigen Bezahlung unser Eigentum bleibt), warum sollten wir dann Ihre Bonität prüfen? Abgesehen davon sind wir als Verein nicht an einem 2-Verlierer-Modell interessiert. Und Sie vermutlich auch nicht, oder?  

Service

Wir sehen das Problem: Sie stehen in der Schufa, die Versicherung bzw. das Versicherungsportal prüft Ihre Bonität und lehnt die Versicherung ab. Oder, auch ganz übel, fordert den Beitrag direkt für ein ganzes Jahr im Voraus; eine riesige Summe, die sich selbstredend nicht aufbringen können.

Unser vereinsinternes Netzwerk ist inzwischen so groß, dass wir auch dafür eine Lösung finden. Sprechen Sie uns in dem Fall direkt an. Wir helfen Ihnen dann weiter.

Nichts lieber als das!

Wir bei car4twenty e.V. lieben Autos und ihre teils liebevollen Macken über alles. Doch noch viel lieber reparieren wir die Autos und lösen Technikprobleme.

Richten Sie sich aber auch bitte darauf ein, dass wir im Zweifel brutal ehrlich sind, wenn sich eine Reparatur nicht mehr lohnt. Im Prinzip wollen wir Sie dann davor bewahren, dem schlechten Geld noch gutes Geld hinterherzuwerfen. Manchmal macht es einfach keinen Sinn, einem „Auto, das nicht mehr leben will“, noch umfangreiche Technikmassagen zu verpassen.

Können wir machen!

Und ja, man kann beim Autokauf extrem viel falsch machen und man kann dabei richtig auf die Nase fallen. Das gilt nicht nur für verdeckte Technikschäden, sondern betrifft auch oft überzogene Preise. Wir kennen alle Tricks und natürlich auch die Margen der Händler. Besser, Sie nehmen ein zweites Augenpaar mit Expertenwissen mit.

Wie kann man car4twenty unterstützen?

Freut uns zu hören!

Also, was natürlich immer geht, ist eine reguläre Mitgliedschaft für 20 Euro im Monat! Diese ließe sich im Zweifel quartalsweise kündigen! Sofern Ihnen das zu „eng“ ist, was wir angesichts der unsicheren Zeiten verstehen können, dann spenden Sie gern über unseren Paypal-Button einen einmaligen Beitrag.

Darüber hinaus gibt es viele andere Möglichkeiten, uns und unsere Arbeit zu unterstützen. Eine positive Google-Rezension zum Beispiel. Oder aktiv unter unseren Facebook-Posts und YouTube-Videos kommentieren. Flyer in Ihrer Heimatstadt verteilen ist ebenso immer möglich. Mit einem Aufkleber von uns Werbung fahren. Oder, sofern Sie aus dem Bereich „Event-Marketing“ oder „Autohaus“ kommen: Mal eine gute Sommerparty gemeinsam planen oder eines unserer Autos in Ihrem Showroom ausstellen!

Da wir immer für gute Ideen offen sind, die Spaß und gute Laune verbreiten, sind die Unterstützungsmöglichkeiten eigentlich unbegrenzt und müssen nicht unbedingt immer etwas mit schnödem Geld spenden zu tun haben.

Unser vereinsinternes Netzwerk ist inzwischen so groß, dass wir auch dafür eine Lösung finden. Sprechen Sie uns in dem Fall direkt an. Wir helfen Ihnen dann weiter.

Aber selbstverständlich!

Jeder gemeinnützige Verein kann Sachspenden „verarbeiten“; viele Vereine scheuen jedoch den damit verbundenen Aufwand und fokussieren sich völlig einseitig auf Geld! Wir bei car4twenty machen es so, dass wir einmal im Quartal einen Benefiz-Flohmarkt veranstalten und dafür kann man uns immer etwas „mitgeben“: Kultige Haushaltsgeräte, ein altes Radio, Technik, DVDs, Schallplatten, Musik-CDs. Was leider nicht so gut geht: Kleidung und Bücher! Wenn Sie in der Nähe wohnen, kommen wir auch gern und holen die Sachen bei Ihnen ab.

Im Januar 2021 haben wir zum Beispiel von einem sehr großzügigen Unternehmer aus Eschweiler gegen entsprechende Spendenquittung eine ganze Garage voll mit Felgensätzen und Reifen, verschiedene Hundeboxen, eine hochwertige Dachbox und weiteres als Sachspende bekommen und konnten alle diese Gegenstände für mehr als 2.000 Euro treuhänderisch verwerten. Mit dem Geld konnten wir dann insgesamt vier bedürftige Familien wieder mobil machen.

Daraus folgt: Das, was bei Ihnen möglicherweise schon seit längerem ungenutzt in der Garage oder im Keller schlummert, kann für andere durchaus der Einstieg in ein neues, selbstbestimmteres Leben mit ganz neuen Perspektiven sein.

Das wäre ja schlimm, wenn man uns keine Autos spenden könnte, nicht wahr?

Seit Fernsehen, Zeitungen und Radio über uns berichten bekommen wir ein „Traumauto“ nach dem anderen von vielen tollen Menschen aus ganz Deutschland gespendet! Ein roter Mazda 2 aus Hamburg. Ein toller Volvo V70 aus Münster. Ein blauer Renault Twingo mit Klimaanlage aus Beverstedt. Ein roter Fiat Panda mit gerade 89.000 Kilometern. Und so weiter und so fort.

Dennoch sind wir stets in großer Verlegenheit, was Autospenden betrifft, weil wir sehr viel mehr Bedarfsanfragen von bedürftigen Personen oder Familien erhalten, als dass wir Autos gespendet bekommen. Das aktuelle Verhältnis liegt bei 15 zu 1, will sagen: auf ein Auto kommen aktuell 15 Bedarfsanfragen. Wir hoffen aber, dass wir durch eigene Maßnahmen und weitere Bekanntheit dieses ungute Verhältnis in der Zukunft ein wenig „entschärfen“ können.

Menschen, die uns ein Auto spenden, befinden sich wie wir auf einem neuen Weg und das begeistert uns immer wieder von Neuem. Was wir immer wieder hören: Das gespendete Auto ist schon lange in der Familie, wurde vielleicht sogar schon von den Großeltern übernommen, ist immer problemlos gefahren und gewartet worden, soll nun aber weggeben werden. Und ja, natürlich könnte man es noch im Internet verkaufen, aber dann wird man nachts um Drei angerufen oder zweifelhafte Kärtchenhändler reden einem das eigene Auto schlecht!

Nein, diesem Stress und den damit verbundenen Demütigungen will man sich nicht freiwillig aussetzen! Und dann landet das Auto am Ende doch auf dem Schrott oder wird ins Ausland verkauft!?

Wie viel nachhaltiger ist dagegen das Glücksgefühl, wenn man die Gewissheit hat, dass sein „altes Schätzchen“ noch einmal richtig Liebe bekommt – technisch wie optisch – und einer Person oder einer Familie in einer Notlage aus der Patsche hilft. Und zwar nicht im entfernten Afrika, sondern möglicherweise in der unmittelbaren Nachbarschaft um die Ecke.

Wir mögen spritzige Kleinwagen mit/ohne Klimaanlage, 4 Türen und Schaltgetriebe oder Automatik. Mittlere Familienkombis mit verbrauchsgünstigen Benzinmotoren bis maximal 120 PS ist die nächste große Bedarfskategorie. Und dann natürlich Familienvans mit 6 oder 7 Sitzen vom Schlage eines Peugeot 807, Opel Zafira oder Citroen C8.

Die Autos können abgelaufenen TÜV haben. Hohe Laufleistung ist auch kein Problem. Fahrzeug kann auch abgemeldet sein und länger stehen, auch das ist logistisch lösbar, da wir über einen eigenen PKW-Hänger verfügen. Schwierig indes sind größere Durchrostungen an den Schwellern oder Motorschäden; das ist bei älteren Fahrzeugen meist ein Todesurteil. Hier könnten wir im Großraum Aachen maximal eine kostenfreie Entsorgung für Sie organisieren.

Wenn Sie als reguläres Mitglied regelmäßig monatlich spenden, bekommen Sie im Januar des Folgejahres eine Spendenquittung für die gesamten Mitgliedsbeiträge des Vorjahres. Bei einer Sonderspende über unser Spendenkonto oder über paypal wird die Spendenquittung unmittelbar nach Eingang per Post an Sie verschickt.

Bei einer Sachspende ist eine realistische Bewertung erst nach dem Ende des Benefiz-Flohmarkts möglich. Auch bei Einzelspenden wie Reifen oder Felgen ist erst nach Veräußerung eine realistische Spendenquittung möglich, denn schließlich ist eine Sache nur so viel wert, wie jemand dafür zu zahlen bereit ist.

Bei einer Autospende nehmen wir einen Mittelwert aus Schwacke-Liste (sofern noch gelistet) und Angebotsplattformen wie mobile.de, wir-kaufen-dein-Auto.de oder autoscout24.de, ziehen die Reparaturkosten ab und kommen so zu einer realistischen Werteinschätzung.

Ja, das geht. Mit unserem neuen Logo wollen wir einen dezenten Aufkleber für die Heckscheibe entwickeln, den man wieder rückstandslos entfernen kann.

Seit Gründung haben wir mit unserem Flyer „Jeder kann was. Was kannst Du?“ sehr gute Erfahrungen gemacht. Wenn Sie Flyer für uns verteilen möchten, dann rufen Sie uns bitte vorher an und informieren uns, wie Sie sich das vorstellen und wo Sie gern verteilen möchten. Sehr gut bieten sich Tankstellen, Autohäuser oder Zubehörläden für Ersatzteile an.

Ganz ehrlich? Wir sind da sehr zurückhaltend!

Was uns dabei beschäftigt, hat folgenden Hintergrund: Sie sind doch sicher schon einmal von einer der großen bekannten Hilfsorganisationen in der Innenstadt angesprochen worden, nicht wahr? Sie sind vielleicht gerade auf der Suche nach einer neuen Jeans oder suchen eine neue Handtasche und dann werden Sie rüde in Ihrem „Einkaufsflow“ unterbrochen und müssen sich plötzlich mit einer ekelhaften Krankheit, mit hungernden Kindern auf anderen Kontinenten oder mit einer aussterbenden Tierart befassen. Sind ja auch alles lobenswerte Initiativen, allerdings erinnern uns die Bedingungen, unter denen die meist jungen Leute an den Werbeständen wahllos wildfremde Leute ansprechen, weil sie eine Mindestanzahl an „Abschlüssen“ pro Tag abliefern „müssen“, eher an eine römische Galeere, als an tief überzeugter, positiv gefühlter Werbearbeit. Uns gefällt nicht, dass professionelle Fundraising-Agenturen im Auftrag dieser großen Hilfsorganisationen den gesamten ersten Jahresbeitrag als Provision abschöpfen. Wir lehnen auswendig gelernte Gesprächstleitfäden ab und es ist uns zuwider, wenn Menschen mit falschen Versprechen ausgebeutet werden.

Indes wollen wir durch Arbeit und Leistung überzeugen. Und freuen uns deshalb am meisten über die Mitglieder, die unsere Denke haben, die mit uns auf einen neuen Weg gehen, denen wir helfen konnten oder die von uns gehört haben und möchten, dass unser Beispiel Schule macht: Transparente Unterstützung von Personen in Not ohne große Bürokratie oder Selbstbeweihräucherung im eigenen Land oder bei Ihnen um die Ecke. Denn hier in Deutschland gibt es genug Menschen, die jeden Tag ums nackte Überleben kämpfen.

Wenn wir aber davon hören, dass wir Ihnen mit 50 Euro Werbeprämie für ein neues c4t-Mitglied den Kühlschrank füllen können, sodass sich Ihre Kinder mal wieder satt essen können, dann wird es daran auf keinen Fall scheitern.

Allgemeine Fragen

In den vergangenen 12 Monaten hat sich unsere Mitgliederzahl fast verdreifacht. Aktuell (Stand Mai) hat car4twenty 33 zahlende Mitglieder und jeden Monat kommen zwischen 1 und 2 Mitglieder dazu.

Wir wachsen lieber langsam und stabil statt explosionsartig und instabil.

Das fragen wir uns auch manchmal!

Lustigerweise hatten wir gerade in den ersten Monaten nach Gründung noch die visionäre Vorstellung, dass wir mit unserem Verein ruckzuck 1.000 Mitglieder werden könnten, aber davon haben wir mittlerweile Abstand genommen. Einerseits ist es zwar gut, dass wir im dritten Jahr nach Gründung noch so „klein und schnuckelig“ sind, weil sich diese Größe eben noch sehr gut handeln lässt, allerdings könnten wir mit mehr Mitgliedern auch sehr viel mehr bewegen.

Aber mit Größe kommt eben auch viel Verantwortung und wir realisieren jetzt schon, dass sich unser Vorstandsvorsitzender Hajo Rottmann inzwischen hauptberuflich um car4twenty kümmern muss, damit sich c4t seriös weiterentwickelt.

Abgesehen davon sehen wir eine grundsätzliche Entwicklung in unserer Gesellschaft: Wer prollig und laut daherkommt und ohne sinnvolle Message tagespenetrant einfach sein Gesicht in die Kamera hält, der hat mehr Follower und Fans als jemand, der andere Menschen effektiv unterstützt und vorher nachdenkt, auf dessen Zusagen man sich 100%ig verlassen kann und dessen öffentlichen Aussagen daher Hand und Fuß haben.

Bei uns geht es eben nicht um Schminktipps mit Rabattcode, sondern um Menschen in Notlagen. Aus diesem Grund sind wir auch nicht laut und prollig, sondern inhaltlich groß und wertvoll.

Wenn Ihnen diese Philosophie gefällt, dann sind Sie bei uns immer herzlich willkommen.

Einen gemeinnützigen Verein kann man gründen, wenn man eine Satzung hat und mindestens 7 Gründungsmitglieder, die die gemeinsame Vision teilen. Dazu muss man sich natürlich persönlich treffen. Bei car4wenty war dieses Treffen am 21. November 2017 in Stuttgart, im Restaurant Leonhardt’s am Fuße des Stuttgarter Fernsehturms. Mit dabei waren Hajo, Ute, Maximilian, Julio, Rayan, Jan und Lukas. Lukas musste leider aufgrund familiärer Umstände kurz danach aufhören und gab den freien Platz an Joachim weiter.    

Ins Vereinsregister Aachen eingetragen wurden wir dann am 9. März 2018.

Von November 2017 bis Mai 2021 konnten wir 25 Personen und Familien mit einer c4t-Mobilität helfen. Insgesamt wurden 29.500 Euro an Ersatzteilen, Reparaturen, Reifen, Batterien, TÜV-Gebühren und Lackierungen investiert.

Ja, das geht! Aber bitte nicht einfach vor der Tür stehen, sondern vorher einen Termin vereinbaren. Nicht, dass wir ausgerechnet an dem Tag ein Auto irgendwo in Deutschland holen oder ausliefern.